Einstellung des Verfahrens Sant'Anna di Stazzema
Offener Brief der Italiener in Deutschland
Die in Deutschland lebenden Italiener sind zutiefst bestürzt über die Einstellung des Verfahrens von Seiten der Staatsanwaltschaft in Stuttgart in Bezug auf das Massaker in Sant'Anna di Stazzema (La Spezia), das am 12. August 1944 stattgefunden hat ...
Hier kann dieser Brief unterschrieben werden
Die Geige aus Cervarolo
Italien 2012, von Nico Guidetti, Matthias Durchfeld, 75 Min, erzählerische Dokumentation
Die Geige aus Cervarolo handelt von einem Massaker an Zivilisten durch deutsche Truppen im März 1944 - im italienischen Apenninen-Dorf Cervarolo. Und es ist die Geschichte der Geige von Virgilio Rovali - ein Musiker aus Cervarolo, der sich auf die Spuren der Vergangenheit macht. Verantwortlich für Kriegsverbrechen in Cervarolo und der Umgebung ist die Fallschirm-Panzer-Division „Hermann Göring“. Ein früherer Angehöriger dieser Einheit lebt heute in Nürnberg. Er wurde – in Abwesenheit - 2011 in Verona wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Trailer
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"Regierungen handeln gegen die Interessen der Opfer"
Deutschland versucht, die Opfer von NS-Kriegsverbrechen abzuspeisen - und hat dabei die Hilfe des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag ...
Urteil im Kriegsverbrecherprozess von Verona
Lebenslänglich für ehemalige Militärs der Fallschirm-Panzer-Division „Hermann Göring“
Ehemalige Militärs der Fallschirm-Panzer-Division „Hermann Göring“ sind am 06. Juli in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Außerdem müssen sie die Kosten des Verfahrens tragen und hohe Entschädigungen an die Opfer zahlen. Die Bundesrepublik Deutschland wurde zur Gesamtschuldnerischen Haftung verurteilt ...
Auf der Flucht
Die abenteuerliche Geschichte eines Wehrmachts-Deserteurs
Als Walter B. Stalingrad nur mit Glück überlebt, immer mehr die Sinnlosigkeit des Krieges und die Schreckensseiten des NS-Regimes erkennt, fasst der Obergefreite der Wehrmacht 1943 in Italien den folgenschweren Entschluss, zu desertieren. Über eineinhalb Jahre ist er bis Kriegsende auf der Flucht, zunächst in Florenz, später in Berlin, gejagt von Feldjägern und der Gestapo ...
Gerichtsurteile in Italien
Massaker in Fivizzano und Fosdinovo: Lebenslänglich für ehemalige SS-Soldaten
Casalecchio sul Reno: Verfahren eingestellt
Am 26. Juni 2009 wurden vom Militärgericht in Rom neun ehemalige SS-Angehörige zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Sie werden für schuldig befunden, an Massakern in den italienischen Gemeinden Fivizzano und Fosdinovo im August 1944 beteiligt gewesen zu sein.
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Die Familie Cervi
Anlaufstelle für die vielen Flüchtlinge
Aldo Cervi wird 1929 zum Militärdienst eingezogen. Wegen Befehlsverweigerung verbüßt er drei Jahre im Gefängnis. Dort trifft er auf politische Gefangene, die lesen und diskutieren. Wie für viele andere wird auch für ihn das Gefängnis zu einer "Universität". Nach seiner Entlassung lässt er auch seine Familie an seinen neuen Ideen teilnehmen ...
Zwischen Tradition und Konflikt
Der Widerstand in Italien
Die Resistenza in Italien ist heute wieder zu einem Symbol geworden. Wie sich die Auslegung der Resistenza im Laufe der Jahre entwickelte und veränderte: kein einfaches Thema, denn trotz seiner geringen Dauer und obwohl er nur einen Teil Italiens betraf, ist dieser Befreiungskampf ein äußerst komplexes Phänomen.
Der Schrank im Palazzo Cesi
Späte Prozesswelle gegen ehemalige deutsche Soldaten in Italien
Auf den Schreibtischen der italienischen StaatsanwältInnen stapelten sich plötzlich Berge von Akten über ehemalige Wehrmachtssoldaten oder SS-Angehörige, denen die Beteiligung an Kriegsverbrechen in Italien zur Last gelegt werden. Während der 20 Monate dauernden deutschen Besatzung wurden etwa 10.000 Zivilpersonen umgebracht, nicht eingerechnet sind Militärangehörige und WiderstandskämpferInnen. Anlass für das späte juristische Vorgehen war ein alter Aktenschrank im Palazzo Cesi, dem Sitz der Militär-Generalstaatsanwaltschaft im Rom.
Zehn ehemalige SS-Soldaten zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt
Prozess wegen des SS-Massakers von Marzabotto
Der Prozess wegen des Massakers von Marzabotto wurde seit einem Jahr in Abwesenheit gegen 17 ehemalige SS-Angehörigen vor dem Militärgericht in La Spezia geführt. Der Militärstaatsanwalt Marco di Paolis forderte für 15 Angeklagte eine lebenslängliche Haftstrafe, in zwei Fällen hat er für Freispruch plädiert. Das Urteil wurde am 13. Januar 2007 verkündet: Zehn Angeklagte wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.
Das Massaker von Sant’Anna di Stazzema
Schleppende Ermittlungen in Deutschland
Am 12. August 1944 überfiel die 16. SS-Panzergrenadierdivision "Reichsführer SS" das norditalienische Dorf Sant’ Anna di Stazzema. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges leben die Täter unangefochten in der Bundesrepublik Deutschland. Erst 60 Jahre später begann in La Spezia der Prozess gegen die Verantwortlichen. Das Urteil, am 23. Juni 2005 gefällt, lautete: lebenslänglich für alle 10 Angeklagten.
Der schmale Grat zwischen Verweigerung und Widerstand
Deutsche Deserteure in der Resistenza
Über 100.000 deutsche Soldaten desertierten im Zweiten Weltkrieg. Gegen Deserteure, derer sie habhaft wurde, ging die Wehrmachtsjustiz mit erbarmungsloser Härte vor: 22.750 so genannte Fahnenflüchtige wurden zum Tode verurteilt. Viele wurden noch in den letzten Kriegstagen umgebracht.










